Cold Brew – Kaffeezubereitung Teil 5 Cold Brew – Kaffeezubereitung Teil 5

Cold Brew – Kaffeezubereitung Teil 5

Cold Brew – Kaffee einmal ganz anders aufgebrüht

Kaffee mit kaltem Wasser zubereiten? Als ich mich das erste Mal mit Cold Brew beschäftigt habe, fand ich genau das spannend.

Denn normalerweise denken wir bei Kaffee an heißes Wasser. Beim Cold Brew passiert genau das Gegenteil: Der Kaffee bekommt viel Zeit und wird mit kaltem Wasser extrahiert.

Und das schmeckt man.

Genau deshalb passt Cold Brew wunderbar zu dem, was ich euch rund um Kaffee immer wieder zeigen möchte: Nicht nur die Bohne entscheidet darüber, was wir schmecken. Auch die Aufbrühmethode verändert den Kaffee in unserer Tasse.

Gerade im Sommer ist Cold Brew natürlich herrlich erfrischend. Aber eigentlich ist er noch viel interessanter, wenn man einmal bewusst darauf achtet, wie anders ein bekannter Kaffee plötzlich schmecken kann.

Die Kaffeezubereitung:

Cold Brew ist eine Methode zur Kaffeezubereitung, bei der gemahlener Kaffee über einen längeren Zeitraum in kaltem Wasser eingeweicht wird. Im Gegensatz zur herkömmlichen Kaffeezubereitung mit heißem Wasser wird hier ohne Hitze zubereitet.

Durch den längeren Extraktionsprozess im kalten Wasser entsteht ein sanfterer und weniger bitterer Geschmack. Der Cold Brew wird normalerweise über Nacht oder bis zu 24 Stunden lang ziehen gelassen, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Die Vorteile von Cold Brew:

  1. Sanfter Geschmack: Durch den langsamen Extraktionsprozess im kalten Wasser werden bestimmte Geschmacksstoffe anders gelöst als bei einer heißen Zubereitung. Dadurch wird Cold Brew häufig als weich und weniger bitter wahrgenommen.

  2. Erfrischende Alternative: Cold Brew ist eine erfrischende Alternative zu heißem Kaffee, insbesondere an heißen Sommertagen. Das Getränk kann kalt oder auf Eis serviert werden und bietet eine schöne Abwechslung zu den klassischen Kaffeezubereitungsmethoden.

  3. Gut vorzubereiten: Cold Brew lässt sich wunderbar vorbereiten und anschließend im Kühlschrank aufbewahren. So steht der kalte Kaffee schon bereit, wenn ihr ihn genießen möchtet.

Der richtige Mahlgrad:

Der Mahlgrad spielt eine wichtige Rolle bei der Zubereitung. Im Gegensatz zu anderen Zubereitungsmethoden erfordert diese Zubereitung eine grobe Mahlung des Kaffees.

Ein grober Mahlgrad ermöglicht eine langsame Extraktion während des Einweichens im kalten Wasser und verhindert gleichzeitig, dass der Kaffee zu stark wird oder trüb wird. Eine grobe Mahlung sorgt dafür, dass das Wasser den Kaffee gleichmäßig umspült und das Aroma schonend extrahiert wird.

Wenn der Kaffee zu fein gemahlen wird, kann dies zu einer übermäßigen Extraktion führen und den Kaffee bitter und unangenehm machen. Daher ist es ratsam, eine grobe Mahlung zu verwenden, um ein ausgewogenes Geschmackserlebnis zu erzielen.

Die Zubereitung:

Die Zubereitung ist relativ einfach und erfordert keine spezielle Ausrüstung.

Für einen Liter Wasser nimmst du 100 g grob gemahlenen Kaffee.

Gib den gemahlenen Kaffee in ein Gefäß und füge das kalte Wasser hinzu. Rühre vorsichtig um, damit der Kaffee vollständig mit dem Wasser in Kontakt kommt.

Bedecke das Gefäß und lasse den Kaffee im Kühlschrank über Nacht oder für etwa 12–24 Stunden ziehen.

Nach der Ziehzeit filterst du den Kaffee, um die gemahlenen Kaffeereste zu entfernen. Dafür kannst du einen Kaffeefilter oder ein feines Sieb verwenden.

Dein Cold Brew ist jetzt bereit zum Genießen. Serviere ihn pur, auf Eis oder mit etwas Milch oder Sirup nach deinem Geschmack.

Und auch hier lohnt sich das Ausprobieren: Verändere einmal die Ziehzeit oder das Verhältnis von Kaffee und Wasser und achte darauf, was sich geschmacklich verändert.

Cold Brew Zubereiter:

Für Kaffeeliebhaber, die Cold Brew regelmäßig genießen möchten, kann die Anschaffung eines speziellen Cold Brew Zubereiters eine praktische Ergänzung sein.

Diese Zubereiter sind so konzipiert, dass sie den gesamten Prozess vereinfachen. Sie bestehen in der Regel aus einem Behälter für den Kaffee und einem integrierten Filter oder Sieb, der eine einfache Extraktion und Trennung des Kaffeesatzes ermöglicht.

Einige Zubereiter haben sogar ein eingebautes Tropfsystem, das die Extraktion steuert und einen konstanten Fluss des Kaffees gewährleistet.

Durch die Verwendung eines Cold Brew Zubereiters wird der Aufwand minimiert und die Zubereitung komfortabler. Zudem sind viele Zubereiter leicht zu reinigen und können für eine einfache Aufbewahrung auseinandergenommen werden.

Ein spezieller Zubereiter ist aber kein Muss. Cold Brew lässt sich auch mit ganz einfachen Mitteln zu Hause herstellen.

Der Unterschied zwischen Cold Brew und Cold Drip:

Obwohl sowohl Cold Brew als auch Cold Drip Methoden zur Zubereitung von kaltem Kaffee sind, gibt es einen grundlegenden Unterschied zwischen den beiden.

Während Cold Brew den Kaffee über einen längeren Zeitraum in kaltem Wasser einweicht, erfolgt die Zubereitung von Cold Drip durch einen langsamen Tropfprozess.

Bei Cold Drip wird das Wasser langsam durch eine spezielle Vorrichtung über den gemahlenen Kaffee getröpfelt, wodurch eine stufenweise Extraktion erfolgt. Beim Cold Brew wird der Kaffee dagegen komplett mit Wasser vermischt und über einen längeren Zeitraum ziehen gelassen.

Dadurch entstehen unterschiedliche Geschmacksprofile.

Und genau hier wird es wieder interessant: Probiert beide Methoden aus und entscheidet selbst, welche Art der kalten Kaffeezubereitung euch besser schmeckt.

BEANS & FRIENDS Lieblinge

Welcher Kaffee eignet sich für Cold Brew?

Grundsätzlich gilt: Du hast die Auswahl.

Und gerade beim Cold Brew finde ich es spannend, verschiedene Kaffees auszuprobieren.

Ein Kaffee mit schokoladigen oder nussigen Aromen kann als Cold Brew ganz anders wirken als ein Kaffee mit feineren oder fruchtigeren Noten.

Einer unserer Lieblinge dafür ist der Landkaffee fein.

Aber ich möchte euch auch hier nicht sagen: Das ist der Cold-Brew-Kaffee.

Nehmt ruhig einmal einen Kaffee, den ihr bereits aus dem Filter oder Vollautomaten kennt, und bereitet genau diesen als Cold Brew zu.

Was verändert sich? Welche Aromen nehmt ihr jetzt wahr? Ist der Kaffee weicher, kräftiger oder einfach nur anders?

Das ist für mich Sensorik im Alltag: nicht kompliziert analysieren, sondern probieren, vergleichen und den eigenen Geschmack kennenlernen.

Schau wieder rein – es warten weitere Kaffeezubereitungsarten auf dich!

Cold Brew ist Teil 5 unserer Reihe zur Kaffeezubereitung.

In Teil 1 geht es um Filterkaffee, in Teil 2 um die French Press, in Teil 3 um den Espressokocher bzw. die Mokkakanne und in Teil 4 um die Aeropress.

Fünf Aufbrühmethoden, fünf unterschiedliche Möglichkeiten, Kaffee zu entdecken.

Und ihr müsst euch dabei gar nicht für die eine „richtige“ entscheiden.

Manchmal macht es viel mehr Spaß, denselben Kaffee mit unterschiedlichen Methoden zuzubereiten und einfach zu schauen:

Was schmeckt mir am besten?

Noch Fragen? Ruf uns an oder schreibe uns eine E-Mail.

Du möchtest Cold Brew ausprobieren, bist dir beim Mahlgrad unsicher oder weißt nicht, welcher Kaffee zu deiner bevorzugten Zubereitung passt?

Dann frag uns gerne.

Wir schauen gemeinsam auf deinen Geschmack, deine Zubereitung und darauf, was du gerne in deiner Tasse hast.

Eure Tina

Geschrieben von: Christina Hofmann