Frau bei der Gartenarbeit mit natürlichem Kaffeedünger im grünen Garten. Frau bei der Gartenarbeit mit natürlichem Kaffeedünger im grünen Garten.

Pflanzendünger aus Kaffeehäutchen

Vom Kaffeehäutchen zum Pflanzendünger – Bohnen & Pflanzen

Was passiert eigentlich mit den feinen Häutchen, die sich beim Rösten von unseren Kaffeebohnen lösen?

Genau diese Frage haben wir uns bei Beans & Friends irgendwann gestellt.

Denn wer Kaffee röstet, produziert nicht nur geröstete Kaffeebohnen. Beim Röstvorgang lösen sich auch die feinen Kaffeehäutchen, die die Rohkaffeebohne umgeben.

Sie werden während des Röstens abgesaugt und aufgefangen.

Und davon kommt in einer Kaffeerösterei einiges zusammen.

Also haben wir uns gefragt:

Müssen wir sie wirklich einfach entsorgen – oder können wir sie sinnvoll weiterverwenden?

So entstand unser Pflanzendünger Bohnen & Pflanzen.

WAS SIND KAFFEEHÄUTCHEN?

Viele kennen Kaffeesatz als Material, das im Garten weiterverwendet wird.

Unsere Kaffeehäutchen sind etwas anderes.

Die Rohkaffeebohne besitzt feine Häutchen. Während des Röstvorgangs lösen sich diese durch die Hitze von der Bohne und werden in unserer Rösterei aufgefangen.

Für den Kaffee selbst benötigen wir sie anschließend nicht mehr.

Aber bevor wir daraus einfach einen Pflanzendünger machen, wollten wir wissen:

Was steckt eigentlich drin?

Deshalb haben wir unsere Kaffeehäutchen im Labor untersuchen lassen.

WAS STECKT IN UNSEREN KAFFEEHÄUTCHEN?

Die Laboranalyse ergab folgende Werte:

  • Stickstoff: 2,98 %

  • Phosphor: 0,081 %

  • Kalium: 2,01 %

  • Magnesium: 0,395 %

  • Calcium: 1,1 %

  • Schwefel: 0,254 %

  • Natrium: 0,011 %

  • Zink: 21,7 mg/kg

  • Kupfer: 55,9 mg/kg

  • Eisen: 377 mg/kg

  • Mangan: 62,7 mg/kg

  • Bor: 32,4 mg/kg

Und genau diese Analyse war für uns die Grundlage, uns intensiver mit einer weiteren Verwendung der Kaffeehäutchen zu beschäftigen.

Denn statt ein Nebenprodukt unserer Rösterei einfach zu entsorgen, können wir ihm auf diese Weise einen neuen Verwendungszweck geben.

AUS EINEM NEBENPRODUKT WIRD BOHNEN & PFLANZEN

Das gefällt mir an der Idee bis heute besonders gut.

Die Kaffeebohnen kommen zu uns in die Rösterei.

Wir rösten daraus euren Kaffee.

Die beim Rösten anfallenden Kaffeehäutchen werden aufgefangen.

Und aus einem Teil dessen, was sonst nicht mehr für unseren Kaffee benötigt wird, entsteht anschließend unser Bohnen & Pflanzen Pflanzendünger.

Wir versprechen euch damit keine perfekte Kreislaufwirtschaft und behaupten auch nicht, dass dadurch plötzlich unsere gesamte Kaffeeproduktion „nachhaltig“ ist.

Es ist viel einfacher:

Wir nutzen ein vorhandenes Nebenprodukt weiter, anstatt es ungenutzt zu lassen.

Und genau solche konkreten Lösungen finde ich sinnvoll.

WIE WIRD DER PFLANZENDÜNGER ANGEWENDET?

Die Kaffeehäutchen können in den Boden eingearbeitet werden.

Als Orientierung empfehlen wir:

Rote Bete:
etwa 200 g Kaffeehäutchen pro Quadratmeter

Bei Starkzehrern wie beispielsweise Tomaten kann auch die doppelte Menge verwendet werden.

Da unsere Laboranalyse mit 0,081 % einen vergleichsweise geringen Phosphorgehalt ergeben hat, bietet sich die Kombination mit Kompost an.

So lassen sich die Kaffeehäutchen unkompliziert in die Gartenarbeit integrieren.

KAFFEE UND PFLANZEN – EINE VERBINDUNG, DIE BEI UNS IN DER RÖSTEREI BEGINNT

Normalerweise beschäftigen wir uns bei Beans & Friends vor allem damit, was nach dem Rösten in eurer Tasse landet.

Rohkaffee, Röstung, Aromen und Geschmack.

Bei Bohnen & Pflanzen schauen wir einmal auf die andere Seite des Röstprozesses:

Was bleibt beim Rösten übrig – und was können wir daraus noch machen?

Die Antwort liegt bei uns manchmal tatsächlich direkt neben dem Röster.

Unsere Kaffeehäutchen sind dafür ein schönes Beispiel.

Wir haben sie nicht einfach zu einem „nachhaltigen Produkt“ erklärt.

Wir haben sie untersuchen lassen, kennen ihre Zusammensetzung und haben daraus eine konkrete Möglichkeit zur weiteren Verwendung entwickelt.

So wurde aus einem Nebenprodukt unserer täglichen Arbeit in der Rösterei:

Bohnen & Pflanzen.

Und irgendwie gefällt mir der Gedanke, dass von unseren Kaffeebohnen nicht nur etwas in der Tasse landet, sondern ein Teil der beim Rösten anfallenden Kaffeehäutchen anschließend auch im Garten weiterverwendet werden kann.

Eure Tina

Geschrieben von: Christina Hofmann